Hass- und Rachegefühle

Shownotes

Martin - nennen wir ihn so - hat bei einem Anschlag vor ein paar Jahren seine Frau und sein vierjähriges Kind verloren. Lange hat er mit Hass- und Rachegefühlen gekämpft, sie haben ihn nicht losgelassen. Immer tiefer hat er sich in diesen Konflikten verstrickt. Eine Therapie war ein erster Schritt hinaus. Schließlich überwand er seinen Widerstand gegen den Besuch einer Trauergruppe und erfuhr dort, wie andere mit ihrem Schicksal umgingen, wie Trauerbewältigung vielleicht möglich werden könnte. Im Laufe der Zeit fand er für sich eine neue Lebensaufgabe, er merkte, dass er wieder Freude empfinden konnte - ohne stets Schuldgefühle zu haben. Es gelang ihm, ein neues Leben anzufangen - in einer neuen Beziehung. Seine Frau, sein Kind und das, was geschehen ist, sind nicht vergessen, aber der Hass und die Rachegefühle sind weniger geworden, ja, fast ganz verschwunden. Geblieben ist die Trauer, aber auch die Liebe. Und eine neue Liebe ist dazugekommen.

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